In der heutigen wettbewerbsintensiven Handelslandschaft erfüllt Verpackung weit mehr Aufgaben als nur den Schutz eines Produkts. Sie spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie ein Produkt wahrgenommen, bemerkt und letztlich vom Kunden ausgewählt wird. Genau hier gewinnen Displayverpackungen an Bedeutung. Sie sind so konzipiert, dass sie Schutz, Präsentation und Marketing vereinen und einfache Verpackungen in wirkungsvolle Verkaufsinstrumente am Point of Sale verwandeln.
Was sind Displayverpackungen?
Displayverpackungen sind Verpackungslösungen, die speziell dafür entwickelt wurden, Produkte direkt auf Regalen, Theken oder Verkaufsdisplays zu präsentieren. Im Gegensatz zu klassischen Verpackungen, die vor der Präsentation ausgepackt werden müssen, sind Displayverpackungen häufig sofort einsatzbereit. Sie sorgen für gute Sichtbarkeit, einfachen Zugriff und eine ansprechende Präsentation für den Endkunden.
Zu den gängigsten Formen von Displayverpackungen zählen Thekendisplays, Shelf-Ready-Verpackungen (SRP), Bodendisplays, Schachteln mit offener Front, Displaytrays sowie Promotion-Displays. Diese Lösungen werden in zahlreichen Branchen eingesetzt, darunter Kosmetik, Lebensmittel und Getränke, Süßwaren, Elektronik, Spielwaren, Pharmazie und Werbeartikel.
Warum sind Displayverpackungen im Einzelhandel so wichtig?
Einzelhandelsflächen sind visuell stark überladen, und Kunden kommen während eines Einkaufs mit einer Vielzahl von Produkten in Kontakt. Displayverpackungen helfen Marken dabei, sich in dieser Umgebung klar abzuheben.
Eine gut gestaltete Displayverpackung:
- zieht Aufmerksamkeit aus größerer Entfernung auf sich
- kommuniziert die Markenidentität auf den ersten Blick
- erleichtert das Stöbern und die Produktauswahl
- fördert Impulskäufe
In vielen Fällen fungiert das Display selbst als „stiller Verkäufer“, der Markenbotschaften vermittelt, ohne dass zusätzliche Werbemittel notwendig sind.
Die wichtigsten Arten von Displayverpackungen
Thekendisplays
Diese werden in Kassennähe platziert und eignen sich ideal für kleine Produkte und Impulskäufe. Sie sind kompakt, leicht und auf maximale Sichtbarkeit ausgelegt.
Shelf-Ready-Verpackungen (SRP)
Shelf-Ready-Verpackungen ermöglichen es, Produkte direkt im Regal zu platzieren, ohne einzelne Artikel auspacken zu müssen. Das spart Zeit für das Verkaufspersonal und sorgt für eine einheitliche Präsentation.
Bodendisplays
Größere Displayeinheiten, die direkt auf dem Verkaufsboden stehen. Sie werden häufig für Promotions, saisonale Aktionen oder Produkteinführungen eingesetzt.
Displayboxen mit offener Front
Diese bieten einen einfachen Zugriff auf die Produkte und halten sie gleichzeitig ordentlich präsentiert. Besonders verbreitet sind sie in der Kosmetik-, Lebensmittel- und Konsumgüterbranche.
Displaytrays und Aktionsboxen
Einfache, aber effektive Lösungen für die Präsentation größerer Mengen und für eine schnelle Warenauffüllung.
Materialien für Displayverpackungen
Displayverpackungen müssen optische Attraktivität, Stabilität und Kosteneffizienz miteinander verbinden. Zu den am häufigsten verwendeten Materialien zählen:
- Wellpappe – leicht, stabil und ideal für Verkaufsdisplays
- Vollkarton – geeignet für kleinere Displays und Premiumprodukte
- Kraftkarton – beliebt bei Marken mit nachhaltiger oder natürlicher Positionierung
Je nach Produktgewicht und Einsatzbereich kann die Konstruktion zusätzlich verstärkt werden, um Stabilität über den gesamten Lebenszyklus im Handel zu gewährleisten.
Druck- und Veredelungsoptionen
Die visuelle Wirkung ist bei Displayverpackungen von zentraler Bedeutung. Hochwertiger Druck sorgt für Markenkonsistenz und eine starke Präsenz am Regal. Gängige Optionen sind:
- vollfarbiger Offset- oder Digitaldruck
- matte oder glänzende Laminierung
- partielle UV-Lackierung zur Hervorhebung von Logos oder Schlüsseldetails
- Prägung oder Tiefprägung für haptische Effekte
Die richtige Veredelung kann maßgeblich beeinflussen, wie hochwertig und aufmerksamkeitsstark ein Display wahrgenommen wird.
Displayverpackungen für unterschiedliche Branchen
Displayverpackungen sind vielseitig einsetzbar und lassen sich individuell an verschiedene Branchen anpassen:
- Kosmetik und Beauty – elegante Thekendisplays und Tester
- Lebensmittel und Süßwaren – Shelf-Ready-Trays und Promotion-Displays
- Getränke – stabile Kartondisplays für Flaschen und Dosen
- Elektronik und Zubehör – strukturierte Displays mit schützenden Inlays
- Spielwaren und saisonale Produkte – farbenfrohe, aufmerksamkeitsstarke Präsentationen
Jede Branche stellt unterschiedliche Anforderungen an Tragfähigkeit, Sichtbarkeit und Markenkommunikation, weshalb maßgeschneiderte Lösungen entscheidend sind.
Nachhaltigkeit bei Displayverpackungen
Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle bei Verpackungsentscheidungen. Displayverpackungen werden zunehmend nach umweltfreundlichen Prinzipien entwickelt, darunter:
- Einsatz recyclingfähiger und biologisch abbaubarer Materialien
- Reduzierung von Kunststoffanteilen
- konstruktive Optimierung zur Minimierung des Materialverbrauchs
Displayverpackungen aus Karton und Wellpappe sind besonders attraktiv für Marken, die ihre Umweltbelastung reduzieren und gleichzeitig eine starke Verkaufswirkung erzielen möchten.
Wie Displayverpackungen Verkauf und Markenauftritt unterstützen
Gut konzipierte Displayverpackungen sind weit mehr als reine Produktträger – sie sind ein Bestandteil der Verkaufsstrategie. Sie erhöhen die Sichtbarkeit, strukturieren das Sortiment und verbessern das Einkaufserlebnis.
Für Marken bedeutet dies eine einheitliche Präsentation über verschiedene Verkaufsstellen hinweg. Für Händler wiederum ergeben sich Vorteile durch einfacheres Merchandising und geringere Arbeitskosten. Dadurch profitieren alle Beteiligten entlang der Lieferkette.
Die richtige Displayverpackung auswählen
Die Wahl der passenden Displayverpackung hängt von mehreren Faktoren ab:
- Größe und Gewicht des Produkts
- verfügbare Verkaufs- und Regalfläche
- Anforderungen an Design und Branding
- Budget und Produktionsmengen
- Logistik- und Transportbedingungen
Eine durchdachte Displayverpackung vereint Stabilität, Ästhetik und Funktionalität.



